Euplagia quadripunctaria
Der Russische Bär oder auch „Spanische Fahne“ war der Schmetterling des Jahres 2025. Anders als sein Vorgänger, der Moselapollo, steht der Russische Bär nicht auf der Liste der bedrohten Arten. Im Gegenteil - Der wäremliebende Schmetterling aus der Familie der Bärenfalter ist ein Gewinner des Klimawandels.
Außerdem ist der Falter nicht sehr wählerisch, was sein Lieblingsbiotop angeht - So kommt die Art an warmen Hängen genauso zurecht wie in kühleren Tälern. Sonnige Waldsäume oder halbschattige Laubmischwälder besiedelt sie ebenso wie Fluss- und Bachränder.
Der Schmetterling ist übrigens kein nervöser Zeitgenosse wie zum Beispiel der zappelige Aurorafalter, der mit seinen hektischen Flügelschlägen von Blüte zu Blüte hastet. Die Spanische Fahne verweilt mitunter minutenlang an einer einzigen Blüte, bevor sie gemächlich zur nächsten klettert. Das macht den Falter zu einem ausgezeichneten Fotoobjekt - gerade für Anfänger.
Normalerweise zeigt er die schwarz und cremefarben gemusterte Oberseite seiner Vorderflügel. Kommt ihm jedoch etwas zu nahe – wie hier eine unbeteiligte Hummel – dann werden schnell die auffälligen Hinterflügel gezeigt, um potentielle Fressfeinde mit der orange-roten Warnfärbung abzuschrecken. Diese Farbgebung trug dem Insekt übrigens den Namen „Spanische Fahne“ ein.
Der Falter ist wie das Taubenschwänzchen ein tagaktiver Nachtfalter und ist tagsüber auf Nahrungssuche zu beobachten. Allerdings meidet er meistens die heißen Mittagsstunden. Im Juli ist er gerne auf den Blüten unserer Lavendelpflanzen unterwegs.


